Dumm wenn man kein Chinesisch kann…so hat Sebastian gestern versehentlich eine kleine Milchpackung mit Zitronengeschmack gekauft. Sehr schmackhaft, wenn man damit seinen Kaffee anreichern will :-/ Doch davon lassen wir uns die Laune nicht verderben und steigen frohen Mutes auf das Rad. Es ist wieder sehr trüb und heute auch mit ca. 13 Grad recht frisch. Die Landschaft ist unverändert, Terrassen so weit das Auge reicht, überall wird gearbeitet, nur die Schüler haben heute schulfrei. Wir sehen sie am Straßenrand spielen oder an kleinen Tischchen sitzen, an denen sie ihre Hausaufgaben machen. Wir erreichen Luzhou, Sebastian kehrt dort in einen Supermarkt ein. Als er mit einkaufen fertig ist, steht er an einer Fußgängerampel und studiert seinen Kassenzettel. Währenddessen wird es grün, Yang Wing, ein junger Chinese, macht ihn darauf aufmerksam, dass er nun die Straße überqueren kann. Er kann ein wenig Englisch und so kommen sie ins Gespräch. Er begleitet Sebastian bis zu den Rädern, dort erzählt er uns, dass er in Luzhou Medizin studiert, wir zeigen ihm unsere Visitenkarte, er ist ganz begeistert und möchte zum Abschied noch ein paar Fotos schießen. Na klaro 🙂 Plötzlich wird Yang Wing ganz nervös, er möchte uns etwas schenken, sagt er und fragt ob wir noch 10 Minuten warten könnten. Er will schnell etwas besorgen, dann kommt er wieder zurück. Wir versprechen ihm an Ort und Stelle stehen zu bleiben, dann rennt er los. Es dauert wirklich nicht lange, da ist er auch schon wieder zurück. Er ist völlig außer Atem und hält in den Händen ein Stück Papier, darauf sind chinesische Schriftzeichen zu lesen. Die zwei großen Zeichen bedeuten: „Freunde“, links daneben (von oben nach unten) steht geschrieben: „Willkommen in China, Luzhou“ und nochmals links daneben: „2014 im Winter“. Dies hat er schnell in einem Geschäft geschrieben, extra für uns. Die Tinte ist noch etwas feucht. Behutsam packen wir es ein und verstauen es sicher in einem Plastikmäppchen, in der Hoffnung, dass wir es heil bis nach Hause bringen. Wir sind sehr gerührt und freuen uns über diese Idee von Yang Wing. Da er nun aber arbeiten muss, verabschieden wir uns von ihm und radeln weiter.
- nix los in Luzhou?
Wir verlassen Luzhou, hierbei werden wir von einem älteren Herren begleitet. Wir hatten ihn irgendwo überholt und plötzlich fuhr er neben uns. Erst dachten wir uns nichts dabei, doch irgendwann schien es wirklich, als wollte er uns begleiten.
Wir rollen bergab und befinden uns plötzlich auf dem „Fahrschul-Highway“. So was haben wir noch nie gesehen. Eine Straße und geschätzte 80 Fahrschulautos und ca. 250 Fahrschüler. Alle haben sie die Gemeinsamkeit: Marke VW Jetta (15 Jahre alt bis brandneu), alle in weiß mit einer roten Aufschrift, am Steuer ganz nervöse Chinesen, die akkurat gerade sitzen und schwitzen, auf der Rückbank meist noch weitere sichtlich angespannte Insassen, denn während der Fahrt wird immer wieder angehalten und durch getauscht. In einer Kolonne fahren sie hintereinander her. An einem kleinen Anstieg fällt uns auf, dass 50% der Fahrschüler das Auto abwürgen. Unsere Vermutung hierzu: entweder sie haben zu spät zurück geschalten und das Auto säuft ab, oder sie denken überhaupt nicht an das zurück schalten, da sie gerade zu sehr auf uns fixiert sind. Einige Fahrlehrer hängen sogar mit ihren Smartphones aus dem Fenster um Fotos von uns zu knipsen. Es ist ein absolut verrücktes Schauspiel. Doch eines wissen wir nun, das Hupen wird schon in der Fahrschule gelernt.
Wir entdecken einen potentiellen Schlafplatz und befragen hierzu auch ein paar Leute, ob es in Ordnung geht wenn wir uns dort nieder lassen, doch eine Dame, scheint überhaupt nichts zu verstehen, sie lächelte immer nur, eine Gruppe Männer scheinen wir bei ihrer Arbeit gestört zu haben, sie reagieren überhaupt nicht und ein Dritter gibt uns das Okay-Zeichen, er hat jedoch eine gewaltige Alkohol-Fahne. Nun denn, wir bleiben jetzt einfach hier und suchen uns weiter hinten im Gestrüpp ein Plätzchen.
Hallo Ihr Beiden,
schön geschrieben und schön gelacht.
Aber das mit dem lauten aufeinander Einreden wenn man es nicht gleich versteht gibts hier im Odenwald auch:-)))
Ach und den Bambus, den Ihr auszuckelt kann man auch Zuckerrohr nennen.;-))
Er wird auch gerne gepresst und mit Eiswürfel getrunken.Wenn Ihr das mal seht, unbedingt probieren.Aber nur frisch gepresst, der Saft oxidiert schnell und ist dann nicht mehr so lecker.
Haltet durch bei den Chinesen und geniesst noch die Zeit.Wir hoffen Ihr habt noch einigermassen gutes Wetter.
Die Vietnamesen sind im Norden sehr sehr nett, der Cafe Phi sehr lecker.und Baguette gibts auch.
Ab Hanoi ist der Touri mal wieder die Weihnachtsganz.
Unbedingt bei jeder Mahlzeit vorher!!! nach dem Preis fragen. Hast Du es einmal vergessen, wird das schamlos ausgenutzt und Du bezahlst das 5 – 10 fache.
Die Vietnamesen sind eiskalte Ausbeuter.
Dafür sind in LAos sehr liebe Menschen.
Es hupt NIEMAND und brüllt Niemand. Ausser die ganz Kleinen, die rufen ganz lieb Sabadee.
Aber bisdorthin dauerts noch, wir wünschen noch eine schöne Zeit und allezeit genug Luft im Reifen und eine betäubend gute Sechuanpfeffrige Suppe :-))
Anja u Peter
Hallo,
für uns sah es aus und schmeckte wie Bambus. 😉 Das es diesen auch als Saft geben muss, dachte ich mir beim Essen, doch bis heute haben wir Ihn nicht gefunden. Den Cafe Phi werden wir definitiv probieren. Hoffentlich gab es noch mehr Einflüsse beim Essen von den Franzosen. Dass das mit den Preise in Vietnam so gehandhabt wird, ließt man ja überall, da müssen wir echt aufpassen. Kein Hupen und keine schreien, da freuen wir uns schon wirklich drauf. Am Samstag gehts wieder los mit dem Rad.