Archiv der Kategorie: BosnienuHerzegowina

Was ist denn da los?

Als wir auf unsere Räder steigen schläft der halbe Campingplatz noch. Es ist früh und angenehm frisch. Auf kleinen Landstraßen radeln wir durch die Hügellandschaft. Es ist flach und wir kommen gut voran und so erreichen wir zur Mittagszeit Velika Kladusa, die Grenzstadt. Unser letztes Geld geht im Bäcker für Pizzastücke und Brot sowie ein Eis drauf, dann rollen wir hinab zum Grenzposten. Es ist einiges los dort, viele Einheimische reisen nach Bosnien ein und viele Kroaten reisen aus. Wie wir später erfahren, waren sie wahrscheinlich alle in Bosnien einkaufen da es dort günstiger ist. Die bosnischen und kroatischen Grenzer werfen einen schnellen Blick in die Pässe, mit einem Stempel rechnen wir noch nicht einmal mehr, aber auch das Einscannen der Pässe fällt heute aus.

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Una-Campingplatz

Vier Tage verbrachten wir auf dem Campingplatz und wir genossen es sehr. Direkt am Wasser hatten wir unser Zelt stehen und Sebastian nutzte jede Gelegenheit um schwimmen zu gehen.20150724_1429_IMGP8756_K-30 Die Una steht unter Naturschutz und so sind nur Boote mit Elektromotor erlaubt. Es ist ganz ungewöhnlich wenn ein Holzboot ganz leise an einem vorbei schwimmt.

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Neuer Tag, neues Glück, neuer Verbandswechsel

Die Blutung hatte nachgelassen, doch der Daumen war recht geschwollen, rot und an einer Stelle klaffte die Wunde noch ein wenig auf. Mir war das alles nicht geheuerlich, so beschlossen wir, Jo in ein Krankenhaus zu bringen. Es war ihm zwar nicht danach, doch wir wollten auf Nummer sicher gehen. Nicht das noch schlimmeres passiert. Weiterlesen

Endlich wieder Radelbekanntschaft

Die Nacht war unglaublich laut. Bis nachts um 3 Uhr kamen Jugendliche und machten Radau. Wir waren heilfroh als die Sonne aufging und wir weiter radeln konnten. Das frühe los radeln kam uns zu gute, denn die kleine Bergetappe lag völlig im Schatten. Wir erreichten das Una-Tal, ein schmales Tal durch den der Fluss Una fließt. Er wurde vor wenigen Jahren zum Nationalpark erklärt und mit Hilfe der EU wurden Picknick-Plätze sowie Wander- und Radwege angelegt. Die Radwege glichen allerdings eher einem Trampelpfad und so entschieden wir uns die perfekt asphaltierte Straße zu nutzen. Immer wieder konnte man abbiegen um Wasserfälle zu besichtigen, doch wir ließen diese links liegen und strampelten auf direktem Wege nach Bihac.

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„Komm Schatzi, Oma gibt dir Wasser!“

Glamoc ist ein kleines verschlafenes Dörfchen, zumindest als wir dort um 8 Uhr ankamen. Wir tätigten einen Einkauf und radelten dann weiter. Nach 10 km verließen wir die Hauptstraße und fuhren auf einer kleinen und schottrigen Landstraße nach Drvar. Die Landschaft war nach wie vor recht karg aber dennoch hatte sie etwas schönes. Beim ersten Dorf, das wir passierten, sahen wir eine Frau beim Hühner ausnehmen. Ihre Tätigkeit fanden wir weniger ansprechend umso mehr aber ihren Gartenschlauch der nicht weit von ihr entfernt lag. Wir hielten an und baten sie darum unsere Flaschen füllen zu dürfen. „Kein Problem, nehmt so viel ihr wollt. Wollt ihr vielleicht noch ein bisschen Hühnerfleisch?“ Sie wedelte mit Fleischbrocken vor unserer Nase herum. „Oh danke, nein, wie sollen wir das denn transportieren?“ Wir verabschiedeten uns und fuhren weiter.

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Hoch hinaus, da ist es kühler

Für heute haben wir uns extra den Wecker gestellt. Um halb 6 heißt es somit raus aus den Federn. Ich fühle mich deutlich besser und so sitzen wir um halb 7 auf dem Rad und rollen nach Mostar. Dort angekommen machen wir ein kurzes Frühstück in einem kleinen Park, dann besichtigen wir die Altstadt und die sehenswerte Mostar-Brücke. Es ist ein wirklich schöner Altstadtkern und da es erst 8 Uhr ist, sind wir die einzigen Touristen dort. Die vielen Restaurants und Souvenierläden haben alle noch zu oder sind gerade am öffnen, das ist auch gut so, denn es gibt mal wieder jede Menge hübschen Nippes-Schnippes und alten Ramsch der mich wieder voll aufleben lässt. Nix wie fort!

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Eine Schnapszahl

Heute ist der 444 Tag unserer Reise. Ich kann alle besorgten Muttis und Omas beruhigen, dies wir auch die letzte dieser Art sein! Eigentlich wollten wir heute nach Mostar fahren um dort die Mittagszeit verbringen und ein wenig Sightseeing machen. Schon seit 2 Wochen überlegen wir uns, ob wir zur Vrelo Buna fahren sollen oder nicht. Da uns ein in Deutschland lebender Bosnier dies gestern sehr ans Herz gelegt hat, entschieden wir uns dann doch die größte Quelle Bosniens und eine der größten Europas anzusteuern. Weiterlesen