Für unsere Verhältnisse sehr früh, sind wir startklar. Schon vor 9 Uhr stehen wir abfahrbereit vor dem Hotel. Wir verlassen zügig die Stadt und radeln am Haupteingang zum „Big Buddah“ vorbei. Schon jetzt pilgern min. 5 Reisegruppen dort hin, gar nicht auszudenken welch Menschenmassen sich im Laufe des Tages dort ansammeln werden. Wir folgen einer kleinen Straße, es geht immer wieder leicht auf und ab, hin und wieder durchqueren wir kleine Städtchen, links und rechts der Straße wächst eine Unmenge Bambus und es befinden sich überall Terrassen. Auf diesen pflanzen die Menschen alles mögliche an: Reis, Salat, Spinat, Rüben…Zwischen all dieser Landwirtschaft watscheln Gänse, Enten und Hühner umher.
- Mittagspause im Bambushain
In einer Stadt suchen wir Brot, doch von diesem Nahrungsmittel können wir uns vermutlich vorerst verabschieden. Wir finden absolut nichts. Schlussendlich entdecken wir noch Dampfnudeln. Auf der Suche danach schlenderten wir über einen Markt und sehen, oh Schreck, zum ersten Mal Hundefleisch, das zum Verkauf angeboten wird. Wir sind so erschüttert von diesem Anblick, da ist noch nicht einmal mehr ein Foto drin. Zwei recht junge Hunde liegen tot am Boden, ein Dritter hängt schon nackig an einer Stange…Furchtbar, wer mag denn so was essen??
Wir kommen sehr zügig voran, es ist auch heute wieder sehr trüb und teilweise sieht es in der Ferne auch sehr dunkel aus, als würde bald Regen kommen. Doch wir bleiben trocken. Am Abend verlassen wir die Straße um einen Schlafplatz zu suchen. Wir finden ein kleines Fleckchen zwischen ein paar Häusern. Wir stehen keine Minute da, da linzt auch schon der erste Chinese aus seinem Haus. Mit Hilfe des Ohne-Wörterbuches frage ich ihn ob wir dort unser Zelt aufstellen dürfen. Kein Problem, wir sind erleichtert!! Während wir gerade das Zelt aufbauen kommt ein älterer Herr, er redet auf uns ein, wir haben das Gefühl er will nicht, dass wir hier schlafen oder ist es doch nur einer falsche Interpretation unsererseits? Gott sei Dank kommt der junge Mann, der uns erlaubte hier zu bleiben, hinzu und erklärte uns, dass das alles kein Problem sei. Okay, dann können wir ja weiter machen. Das hätte uns nun noch gefehlt, wenn wir doch hätten einpacken müssen, denn es dämmerte schon.
Sebastians „Stinke-Laune“ hält nach wie vor an. Er ist absolut genervt von den Chinesen und somit nur am schimpfen oder schmollen. Eine ganz neue Erfahrung für mich. So habe ich ihn noch nie erlebt! Er regt sich über alles auf 😀 Eigentlich war das immer meine Aufgabe 😀 Wobei manche Dinge wirklich zum Ärgern sind, wie z.B. das Hupen. Permanent wird gehupt. Sebastians These hierzu lautet: In der chinesischen Straßenverkehrsordnung steht geschrieben, dass alle Fahrzeuge über 3,5t immer mindestens einmal hupen müssen wenn sie einen Verkehrsteilnehmer mit weniger als 4 Rädern sehen. Außerdem prinzipiell wenn es um die Kurve geht oder man in eine Ortschaft hinein rast. Immer wieder erschrecken wir uns, es ist ein ohrenbetäubender Lärm, es ist wirklich zum Kotzen. Aber scheinbar stört es niemanden außer uns. Das Resultat oder der Grund hierzu ist, dass alle Leute, sobald sie keine Hupe hören (maximal ein 3 Sekunden Zeitfenster in der Stadt) einfach los laufen ohne die Augen auf zu machen. Die Rollerfahrer schließen sich dem Gehupe auch noch an, egal ob sie Geisterfahrer sind oder nicht. Am besten sind hier noch die PKWs.
Nun liegen wir im Zelt, mit der Dunkelheit werden die Hunde wieder aktiv. Den ganzen Tag lümmeln sie auf der Gasse herum, doch sobald die Sonne untergeht verwandeln sie sich in Rebellen. Sie bellen was ihre Stimmbänder her geben. Hoffentlich haben sie sich bald ausgebellt, damit wir schlafen können.
Puh, das mit dem schlitz in der Hose ist ja echt der Hammer….widerlich:( Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie Luca da riechen, bzw. stinken würde.
LG Fabi und Lisa
oh nein kein Brot für Sebastian und das dann ausgerechnet noch bei den Chinesen *argh*.