In den frühen Morgenstunden begann es zu regnen. Dieser Regen hielt bis um 9 Uhr an. Die Wolken hingen tief im Tal, es würde wenig Sinn machen die Fahrt fort zu setzen. Wenn in der Schlucht die Wolken hängen sieht man ja gar nichts. Auf dem Campingplatz gab es bedachte Sitzgelegenheiten und so starteten wir gemütlich in den Tag. Seit Wochen träumen wir von einem morgendlichen Kaffee mit Milch. Wir nutzen immer nur Milchpulver (ist leichter als jeden Tag ein halber Liter Milch) und wenn man einen Kaffee im Cafe bestellt, dann ist er meist schwarz mit Zucker. Nun saßen wir da unter dem Dach und vor uns auf der Wiese lief ein praller Euter umher. Es war die Mutterkuh mit ihrem Kalb. Mein Gott wie schön wäre es, wenn man den Becher unter den Euter halten könnte für einen Schluck frische Milch. Ich nahm die Tasse und lief los, allerdings nicht zur Kuh, das traute ich mich nicht. Anständig lief ich zur Reception und fragte nach ob ich einen Schluck Milch haben könnte. Den bekam ich auch, obendrein noch einen zweiten Pott Milch und 4 selbst gebackene Hörnchen mit Schinken- und Käsefüllung. Insgesamt hatte ich wohl 700 ml Milch bekommen. Das sollte wohl für einen Kaffee reichen 😀
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Archiv für den Monat: Juli 2015
Afrika gefällig?
9 Stunden hatten wir geschlafen, so müde waren wir vom gestrigen Tag. Als wir aus dem Zelt blickten sahen wir nur dicke weiße Wolken, ein Grund mehr sich nochmals in den warmen Schlafsack zu kuscheln und eine Runde zu dösen. Um halb 8 wagte sich dann langsam die Sonne durch die dicke Wolkensuppe und so krabbelten auch wir aus dem Zelt. Bei den Almbetreibern kauften wir Käse und tranken noch zwei Tassen Tee, dann ging es bergab zum See. Wir empfanden den Weg angenehmer als gestern. Teilweise war es ein schöner fester Waldweg, ab und an kamen ein paar Steine dazwischen, doch im Großen und Ganzen rollte es gut. Die Wolken wurden nicht weniger und so war es wohl nichts mit der schönen Aussicht, die wir uns gestern erhofft hatten. Weiterlesen
Hoch auf die Alm
Endlich wieder mal Asphalt unter den Rädern. Zudem ist es auch noch flach. Genüsslich radeln wir dahin und das alles ohne Anstrengung. Nach 40 km sind wir kurz vor Berane. Wir kaufen nochmals ein, dann verlassen wir die Hauptstraße. In Montenegro gibt es unzählige ausgeschilderte Wander- und Radwege. Die Radwege sind allerdings hauptsächlich für Mountainbiker gedacht, was Sebastian jedoch keineswegs daran hinderte, sich dieses Radwegenetz im Internet genauer anzusehen. So bekam er heraus das von Berane über eine Bergkette sowie einen kleinen See ein Weg nach Mojkovac führt. Im Internet habe gestanden, dass dieser Weg tauglich für Mountainbikes und Tourenräder sei, so beschloss Sebastian kurzerhand, dass wir diesen Weg fahren. Eigentlich hatte ich wenig Lust dazu, denn dieser Weg wird sicherlich nicht einfach sein, doch eine Frau (auch Langzeit-Radlerin) ist letztes Jahr diesen Weg in entgegengesetzte Richtung gefahren, da werde ich das ja wohl auch schaffen. Weiterlesen
Fazit Albanien
Wir waren 22 Tage in Albanien. Wir sind in Albanien insgesamt 690 km mit dem Fahrrad gefahren und haben dabei 12.150 Höhenmeter erklommen. Somit setzt sich Albanien auf der Höhenmeter pro Kilometer Rangliste knapp vor Griechenland. Weiterlesen
Endkampf in Albanien
Heute haben wir uns ausnahmsweise mal den Wecker gestellt und so saßen wir um 7 Uhr schon auf den Rädern und wagten uns an den Berg. Uns beiden ging es deutlich besser als vorgestern und so waren die ersten 11 km absolut kein Thema. Die Straße wird momentan ausgebaut, sodass auch hier in naher Zukunft aspahltiert werden kann. Aktuell ist es eine fest gefahrene Schotterpiste auf der es sich auch gut radeln ließ. Doch nach diesen 11 km ging es recht steil bergauf, zwar in Serpentinen doch die Steigung hatte es in sich und die Straße war schlechter als schlecht. Dicke, völlig glatte Steine gemischt mit Schotter. Immer wieder drehten die Räder durch oder das Vorderrad machte unwillkürlich einen Satz zur Seite. Mehrmals mussten wir absteigen und schieben, es war ein mühsames Unterfangen bei dem mit mir die Pferde durch gingen. Weiterlesen
Und schon wieder heißt es: Rasten
Wir wurden von der Sonne geweckt, sie knallte schon um sieben Uhr auf unser Zelt und verwandelte es in eine Sauna. Ein kurzer Body-Check: Sebastians Nase hat sich in eine trockene Oase verwandelt, allgemein fühlt er sich besser als gestern, doch er neigt schon wieder zu Aggressionen da er so früh schon schwitzt 😀 Mein Schädel brummt immer noch und der Hals schmerzt nach wie vor, hat sich aber Gott sei Dank nicht verschlechtert.
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Wer rastet der rostet
Dieses Sprichwort können wir unterschreiben. Nachdem wir nun ein paar Tage nicht geradelt sind und uns mehr oder weniger gut ausgeruht hatten sitzt nun der Wurm in uns. Weiterlesen
Ruhetage der besonderen Art
Auf mittelmäßiger Straße strampeln wir nach Shkoder. Manchmal hat man einen ganz schönen Blick auf den See, doch viele viele Strommasten vom Wasserkraftwerk vermiesen manchmal die schöne Sicht.
- hübsches Restaurant am See
Am frühen Nachmittag erreichen wir endlich die Stadt. Sie hat einen hübschen Ortskern.
Dieser ist jedoch sehr übersichtlich und wir sind der Meinung schnell alles gesehen zu haben. Wir essen noch selbst gemachtes Eis (zusammen 10 Kugeln bei 2 Läden für gesamt 2,20€), dann erledigen wir mal wieder einen Großeinkauf und steuern einen hübschen Campingplatz am Shkoder-See an. Hier haben wir mal wieder ein paar Ruhetage eingeplant. Es ist halt auch wahnsinnig anstrengend in Albanien.
















