Ruhetag am Lake Chini

In der Nacht regnete es noch mehrmals. Gott sei Dank lagen wir unter dem großen Schirm. Dieser hat zwar an einigen Stellen ein paar Löcher, doch es kam kaum etwas hindurch. Durch den Regen blieb die Luft schön kühl und so konnten wir tatsächlich die Schlafsäcke nutzen. Morgens um 6 Uhr werden wir vom Muezin geweckt. Das grüne Haus neben uns ist eine Moschee. Über einen großen Lautsprecher schalt das Gebet hinaus in die Dunkelheit und wird vom See und den umliegenden Wäldern verschluckt.20150422_1130_P1070453_TZ10

Uns juckt dies wenig. Wir sind so müde, dass wir uns umdrehen und weiter schlafen. Das Klima macht sich eindeutig bemerkbar, wir sind teilweise so müde. Sobald wir vom Rad absteigen und mal 2 Stunden nichts tun, können wir schlafen. Es wird Zeit, dass wir nach Europa kommen.
Sebastian geht es seit gestern Abend nicht so gut. Eine Erkältung kündigt sich an, so bietet sich der heutige Tag mal wieder zur Erholung an 🙂 Es ist sehr ruhig hier, die Angestellten sitzen gelangweilt im Restaurant, schauen blödsinnige Shows im Fernsehen an oder spielen mit ihren Handys. Hier gibt es ein Spiel das sehr beliebt ist. Jeder spielt es hier, selbst der Busfahrer in Kuala Lumpur, als ihm die Ampel zu lange rot war.
Wir blicken auf den See, hören die Gibbons singen, sehen Vögel, wie sie elegant ihre Kreise ziehen und ab und an sehen wir ein paar Affen in den Bäumen turnen. So lässt sich die Luft wunderbar aushalten.
Am Nachmittag setzten wir uns ein wenig ins Restaurant. Wir wollten das Internet nutzen doch es ging nicht. Während Sebastian mal wieder vom Balkan träumte, starrte ich etwas gelangweilt auf den See und unseren Zeltplatz hinunter und ich traute meinen Augen kaum, als ich einen Affen sah. Er marschierte schnellen Schrittes, aufrecht, in den Händen ein gelb-rotes Päckchen von unserem Zeltplatz davon. Schnell mache ich mich auf und als ich bei unseren Sachen ankomme, sehe ich einen Affen wie er mit einer Suppennudeltüte auf einen Baum klettert. In sicherer Höhe packt er das Päckchen aus und futtert genüsslich die trockenen Nudeln. Ich fass es nicht. Sie haben tatsächlich die Tüte mit den 5 Nudelsuppenpackungen geklaut und in unserer Mülltüte nach Essbarem gesucht. Solche Affen! Das war unser Abendessen 🙁 Naja, Gott sei Dank haben sie nichts anderes weg genommen. Vielleicht wurde mein Pass damals auch von einem Affen geklaut? Und dieser hat nun neben seinem kleinen Affenbett meinen großen, roten Reisepass liegen?

 

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