19.999

Das Gewitter hatte sich bald verzogen und der Regen ließ nach. Es tropfte nur noch von den Bäumen und prasselte leise aufs Zelt. Es war wieder das gefundene Fressen für die Nacktschnecken. Als wir am Morgen aufwachten zogen sich überall Schleimspuren entlang, oft gepaart mit einem Kackwürstchen. Die ein oder andere fette Nacktschnecke rutschte munter über unser Zelt hinweg oder machte es sich in Sebastians Fahrradschuhen gemütlich. Unglaublich wo diese lahmen Schnecken überall hin kriechen. Selbst auf unseren Satteltaschen, die wie immer am Rad hingen, waren Schleimspuren zu finden!20150809_0707_IMGP9145_K-30

Nachdem alles schneckenfrei und trocken war verließen wir unsere Zeltwiese und radelten weiter. Weit kamen wir allerdings nicht, da wir auf einen Belgier stießen. Er saß mit seinem voll bepackten Rad am Straßenrand und machte Pause. Wir unterhielten uns eine Weile, dann radelten wir weiter. Mal auf kleinen Sträßchen, mal auf Großen, mal nur flach, dann wieder nur bergauf, mal durch den Wald und ein anderes Mal über Wiesen und Felder. In Kamnik machten wir Mittagspause und gönnten uns ein Eis. Die Ortschaften haben hier alle recht hübsche Innenstädte. Meist sind es uralte Häuser. Das gefällt uns sehr gut.


Am Abend radeln wir an einem Fluss entlang und entdecken eine Badestelle an einem Wehr. Wir steigen hinein, kühlen uns ab und waschen uns. Anschließend füllen wir unsere Wasserflaschen an einer Tankstelle und suchen uns ein Plätzchen. Es dauert eine Zeit bis wir etwas finden. Die Felder waren alle so sehr einsehbar und es standen viele Häuser herum. Doch irgendwann wurden wir fündig.
Wir beenden den 468ten Tag mit 19.999 km auf dem Tacho.

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