Fazit Griechenland

Wir waren 18 Tage in Griechenland. Wir sind in Griechenland insgesamt 860 km mit dem Fahrrad gefahren und haben dabei 14.800 Höhenmeter erklommen. Es war deutlich bergiger als gedacht. Mehr Höhenmeter hatten wir bislang nur in Tadjikistan. Wenn man jedoch den viel Aussage kräftigeren Wert Höhenmeter pro Kilometer betrachtet war dies in Griechenland absoluter Spitzenreiter! So liegt Griechenland bei 17,2 m/km gefolgt von Laos mit 11,5 m/km und Tadjikistan mit 10,9 m/km. Mein Gefühl sagt mir, dass sich in dieser Rangliste noch einiges ändern wird!


Durch Umstellung des Blogs auf SSL wird hier die Karte nicht mehr eingeblendet. Abhilfe schafft das temporäre deaktivieren (in Firefox links neben der Adresse) oder der direkte Link, der auch unter Roadbook auch zu allen Ländern zu finden ist.

Link zur Karte


Als erstes fiel uns die Sauberkeit und der geordnete Verkehr auf. Da wir am einem Samstag nach Griechenland kamen mussten wir uns gleich einmal auf andere Ladenöffnungszeiten gewöhnen. Feiertags (hier Sonntags) haben hier die Geschäfte geschlossen, das hatten wir die 13 Monate zuvor noch nie! Da jeden Tag auch eine ausgedehnte Siesta stattfindet und am Samstag dann scheinbar nicht immer noch einmal geöffnet wird, hieß das spätestens am Samstag Vormittag einkaufen gehen. Gegen Ende, auf dem Weg nach Konitsa hat es uns dann ja aber doch noch erwischt.

Wenn die Griechen hörten, dass wir aus Deutschland kamen, hieß es oft „Bravo bravo“ oder „Merkel, Schäuble good“ oder „Deutschland viel Arbeit Arbeit Arbeit….“

Was wirklich auffiel, waren die sehr sehr vielen kleinen Cafes, selbst in den kleinsten Bergdörfchen meist mehrere. Sie hießen zwar immer Cafes, doch dort gibt es auch andere Dinge zu essen als Kuchen. Diese werden zu 99% von Männern besucht, welche dann herum sitzen, Kaffee oder Bier trinken, Rauchen was das zeug hält und versuchen den Tag vorübergehen zu lassen. So ganz wie in der Türkei eben, nur Kaffee statt Tee und viel mehr Qualm. So viele Raucher wie hier hatten wir auf der Reise noch nicht, nicht mal in China! Und dies obwohl die letzten Jahre die Regierung die Zigarettenpreise über die Steuern wohl drastisch erhöht hat!

Die Leute an sich waren nichts besonderes, weder unfreundlich noch aufdringlich aber auch sonst in keiner Weise herausragend. Die Landschaft hat und größtenteils sehr gut gefallen.

Nachtrag: Noch eine, zumindest für uns, Besonderheit hätte ich fast vergessen. Wir haben in Griechenland wieder für jeden noch so kleinen Einkauf einen Kassenzettel bekommen, auch wenn es nur ein Brot oder Benzin für 1€ war.

Übernachtet haben wir: 11x Zelt, 5x Hotel und 1x auf der Fähre

Kosten:
Die Währung in Griechenland ist der EURO. Natürlich ist Griechenland immer noch in einer schweren Krise. Es wurde ja schon oft und viel über ein „letztes“ Verhandeln und den Grexit geschrieben. In den Nachrichten um den 20.6.2015 herum war überall zu lesen, dass sich selbst die EZB nicht sicher sei, ob die griechischen Banken am Montag den 22.6.2015 noch öffnen würden. Dies ist dann wohl doch eine neue Dimension, wir werden es sehen. Ausgegeben haben wir 16,67 €/Person/Tag. Alles üblich weitere sollte ja bekannt sein. 😉
Diagramm_16_Griechenland

4 Gedanken zu „Fazit Griechenland

  1. Klaus

    Schade!
    Keine Fotos von den griechischen Münzen und Scheinen, weder von vorne noch von hinten!
    Habt Ihr keine Sondermünzen gesehen?

    Klaus

    1. Sebastian Beitragsautor

      Die Scheine schienen mir es nicht wert, die hat ja jeder täglich in der Hand. Sondermünzen haben wir keine gesehen, wenn wir mal griechische 2€ Münzen hatten waren es die normalen mit der Eule. Ansonsten insgesamt vieles aus dem Rest des €-Raums.

      1. Klaus

        Die Eule ist das Motiv der griechischen 1-Euro-Münze.
        Auf den griechischen 2-Euro-Münzen reitet die Europa auf dem Stier!

        Es ist typisch, dass man in dem Land, in dem man sich gerade aufhält und auf Gedenkmünzen achtet, diese dort nicht bekommt. Solche Erfahrungen habe ich bisher in Spanien, Belgien und Italien gemacht. Die Sondermünzen bekommt man also nur durch gezielten Umtausch in einer Bank, durch Zufall im anderen Ausland oder im kommerzialen Münzhandel.

        Klaus

  2. Sebastian Beitragsautor

    Falls du das ließt Daniel, mich würden mal die Werte unserer Touren durch die Alpen und Pyrenäen interessieren. Vielen Dank! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.