Archiv für den Monat: Juli 2015

Ein Tag um im Bett zu bleiben

In der Nacht hat es sich völlig eingeregnet. Der Himmel ist durch und durch grau, mal regnet es mehr, mal wieder weniger. Ein perfekter Tag um sich im Bett zu welzen und das Haus nicht zu verlassen. Doch bis zu unserem Bett sind es noch knapp 20 km. Es hilft also alles nichts. So packen wir unsere Sachen ein, das Zelt wird klatschnass auf Sebastians gelbe Tasche gespannt. Es ist schon lange her, dass wir solch einen Tag hatten. Den kompletten Weg bis Ljublijana regnet es. Zwischendurch springen wir schnell in einen Lidl, schade Laugenbrötchen hat er nicht :-/ Um 10 sind wir dann schon bei unserem Hostel angekommen. Check-In ist allerdings erst um 11 Uhr. So vertrödeln wir uns die Zeit und sehen uns um. Das Hostel steht auf einem riesigen Areal, es besteht aus drei großen Gebäuden die sehr an einen Verwaltungskomplex oder eine Psychiatrie erinnern.
Um 11 dürfen wir dann unser Zimmer beziehen. Silvi wird erst um Mitternacht in Ljublijana ankommen, so nutzen wir die Möglichkeit unsere Wäsche zu waschen bzw. zu trocknen. Bis dahin wird hoffentlich alles wieder in Ordnung sein. Anderen Falls wird sie wohl in Ohnmacht fallen 😀
Nach getaner Arbeit fallen wir in die Betten und genießen es im trockenen zu sein während es draußen ununterbrochen regnet. Hoffentlich hat der Wetterdienst recht und es wird morgen wieder schöner.

Verkettung glücklicher Umstände

In der Nacht hatte es geregnet, als wir am Morgen aufwachten war es zwar von oben trocken, doch die Wiese absolut nass und so frühstückten wir im Zelt. Es gab einiges zu besprechen und überlegen, denn Josef hatte uns gestern mitgeteilt, dass der Weg den wir fahren wollten, nicht möglich sei, da eine Brücke über den Fluss Korana zerstört wurde. Es gäbe aber noch eine Zweite, hierzu müssten wir ca. 10 – 15 km flussaufwärts fahren und uns dann durch fragen. Auf Grund dieser Aussage, hatten wir es gestern Abend erst gar nicht versucht unseren geplanten Weg einzuschlagen und sind gleich auf der Hauptstraße ein Stück flussaufwärts gefahren. Nun saßen wir am Rande eines Dorfes und überlegten was wir tun sollen. Irgendwo nachfragen, in der Hoffnung, dass uns jemand sagen kann wo sich die zweite Brücke befindet oder gleich auf die Hauptstraße zurück, weiter Richtung Nord-Osten fahren um dann später wieder nach Westen abzubiegen um zur Grenze zu kommen. Das wären aber mit Sicherheit min. 20 km Umweg. So entschieden wir uns für die erste Variante und rollten zum nahegelegenen Hof bei dem ich mir sicher war, gestern Abend Menschen gesehen zu haben. Weiterlesen

Was ist denn da los?

Als wir auf unsere Räder steigen schläft der halbe Campingplatz noch. Es ist früh und angenehm frisch. Auf kleinen Landstraßen radeln wir durch die Hügellandschaft. Es ist flach und wir kommen gut voran und so erreichen wir zur Mittagszeit Velika Kladusa, die Grenzstadt. Unser letztes Geld geht im Bäcker für Pizzastücke und Brot sowie ein Eis drauf, dann rollen wir hinab zum Grenzposten. Es ist einiges los dort, viele Einheimische reisen nach Bosnien ein und viele Kroaten reisen aus. Wie wir später erfahren, waren sie wahrscheinlich alle in Bosnien einkaufen da es dort günstiger ist. Die bosnischen und kroatischen Grenzer werfen einen schnellen Blick in die Pässe, mit einem Stempel rechnen wir noch nicht einmal mehr, aber auch das Einscannen der Pässe fällt heute aus.

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Una-Campingplatz

Vier Tage verbrachten wir auf dem Campingplatz und wir genossen es sehr. Direkt am Wasser hatten wir unser Zelt stehen und Sebastian nutzte jede Gelegenheit um schwimmen zu gehen.20150724_1429_IMGP8756_K-30 Die Una steht unter Naturschutz und so sind nur Boote mit Elektromotor erlaubt. Es ist ganz ungewöhnlich wenn ein Holzboot ganz leise an einem vorbei schwimmt.

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Neuer Tag, neues Glück, neuer Verbandswechsel

Die Blutung hatte nachgelassen, doch der Daumen war recht geschwollen, rot und an einer Stelle klaffte die Wunde noch ein wenig auf. Mir war das alles nicht geheuerlich, so beschlossen wir, Jo in ein Krankenhaus zu bringen. Es war ihm zwar nicht danach, doch wir wollten auf Nummer sicher gehen. Nicht das noch schlimmeres passiert. Weiterlesen

Endlich wieder Radelbekanntschaft

Die Nacht war unglaublich laut. Bis nachts um 3 Uhr kamen Jugendliche und machten Radau. Wir waren heilfroh als die Sonne aufging und wir weiter radeln konnten. Das frühe los radeln kam uns zu gute, denn die kleine Bergetappe lag völlig im Schatten. Wir erreichten das Una-Tal, ein schmales Tal durch den der Fluss Una fließt. Er wurde vor wenigen Jahren zum Nationalpark erklärt und mit Hilfe der EU wurden Picknick-Plätze sowie Wander- und Radwege angelegt. Die Radwege glichen allerdings eher einem Trampelpfad und so entschieden wir uns die perfekt asphaltierte Straße zu nutzen. Immer wieder konnte man abbiegen um Wasserfälle zu besichtigen, doch wir ließen diese links liegen und strampelten auf direktem Wege nach Bihac.

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„Komm Schatzi, Oma gibt dir Wasser!“

Glamoc ist ein kleines verschlafenes Dörfchen, zumindest als wir dort um 8 Uhr ankamen. Wir tätigten einen Einkauf und radelten dann weiter. Nach 10 km verließen wir die Hauptstraße und fuhren auf einer kleinen und schottrigen Landstraße nach Drvar. Die Landschaft war nach wie vor recht karg aber dennoch hatte sie etwas schönes. Beim ersten Dorf, das wir passierten, sahen wir eine Frau beim Hühner ausnehmen. Ihre Tätigkeit fanden wir weniger ansprechend umso mehr aber ihren Gartenschlauch der nicht weit von ihr entfernt lag. Wir hielten an und baten sie darum unsere Flaschen füllen zu dürfen. „Kein Problem, nehmt so viel ihr wollt. Wollt ihr vielleicht noch ein bisschen Hühnerfleisch?“ Sie wedelte mit Fleischbrocken vor unserer Nase herum. „Oh danke, nein, wie sollen wir das denn transportieren?“ Wir verabschiedeten uns und fuhren weiter.

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